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2002

Mitteilungen und Nachbesprechungen in der Presse

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Events – Das Potsdamer Stadtmagazin

OPEN AIR-LESUNGEN

Die Erste Potsdamer Literaturnacht verspricht einen abwechslungsreichen und kurzweiligen Abend unter freiem Himmel

Der Literaturnacht e.V., ein Zusammenschluß von Studenten der Universität Potsdam, bietet seit kurzem ein Forum für internationale Autoren, Literatur und den Austausch von  Sprache, Kunst und Kultur. Im Rahmen ihrer ersten offiziellen Veranstaltung, der Ersten Potsdamer Literaturnacht, lesen am 12. Juli am Neuen Palais von 18.00 Uhr bis Mitternacht in den Innenhöfen des Neuen Palais international tätige Autoren und Nachwuchstalente aus ihren aktuellen werken. Das Programm wird begleitet von Live-Jazz und einem kulinarischen Angebot. Neben den deutschsprachigen Texten haben Besucher die Möglichkeit, in Ausschnitten  auch den  Klang der spanischen, italienischen und indianischen Originalsprache zu genießen. Zu einem der Höhepunkte gehört hierbei sicherlich die Lesung in Quechua, einer Indianersprache Ecuadors.

Termin: 12. Juli, ab 18.00 Uhr, Open Air, Innenhof, Haus 8, Universität Potsdam, der Eintritt ist frei.

Bei Regen, Kälte, Schnee im Foyer des Audimax, Haus 8, Universität Potsdam

 

Zitty - Berliner Kulturmagazin

In der Zitty erschien die Erste Potsdamer Literaturnacht als Tagestip

 

Universität Potsdam Pressemitteilungen, 118/2, 04.07.2002

1. Potsdamer Literaturnacht am 12. Juli 2002
an der Universität Potsdam  

Zur 1. Literaturnacht lädt der Literaturnacht e.V. in Zusammenarbeit mit der Universität Potsdam am 12. Juli 2002 ab 18.00 Uhr an den Uni-Standort Neues Palais ein. Alle Literaturinteressierten erhalten die Möglichkeit, internationale Autoren und junge Nachwuchstalente zu treffen und gemeinsam mit ihnen über ihre Werke zu diskutieren. Es lesen neben jungen Autoren der Deutsch-Italiener Franco Sepe, der costaricanische Botschafter und Schriftsteller Rafael Àngel Herra. Der Übersetzer Albrecht Buschmann trägt Texte des spanischen Autors Max Aub vor und der Regisseur und Filmemacher Rainer Simon präsentiert indianische Mythen auf Quechua, Spanisch und Deutsch. Das Programm wird mit Live-Jazz und einem kulinarischen Angebot abgerundet. Der Eintritt ist frei.

Der Literaturnacht e.V. wurde im Mai dieses Jahres von Potsdamer Studierenden der Romanistik und anderer Fachbereiche der Philosophischen Fakultät der Universität Potsdam gegründet. Er besteht derzeit aus 16 Studierenden.

Hinweis an die Redaktionen:
Zeit der Literaturnacht: 12. Juli 2002, 18.00 Uhr
Ort der Literaturnacht: Universitätskomplex Am Neuen Palais, Haus 8, Innenhof

Für weitere Informationen steht Ihnen Daniel Wehry vom Literaturnacht e.V. telefonisch unter 0331/9678555, E-Mail: info@literaturnacht.de zur Verfügung.

Das Programm der Literaturnacht ist unter http://www.literaturnacht.de abrufbar.

 

Potsdamer Neueste Nachrichten (PNN), 11.07.2002

Morgen gibt es eine Literaturnacht am Neuen Palais

Zu einem spannenden und abwechslungsreichen Literaturprogramm in die Innenhöfe des Neuen Palais lädt am morgigen Freitag der Literaturnacht e.V. ein. Den Anfang machen um 19 Uhr junge Autoren aus dem Literaturmagazin "Schreib", das im Dezember 2000 von der Studentin Manuela Sorge gegründet wurde und halbjährlich publiziert wird. Um 20 Uhr liest der deutsch-italienische Schriftsteller Franco Sepe aus seinen "Berliner Elegien". Der costaricanische Botschafter und Schriftsteller Rafael A. Herra, der eine Vielzahl Erzählungen, Romane und auch Hörspiele schrieb, gibt um 21 Uhr einen Einblick in sein Schaffen. Im Anschluss trägt der Übersetzer Albrecht Buschmann Texte des spanischen Autors Max Aub vor, von dem die Übersetzung des sechsbändigen Werkes "Das Magische Labyrinth" im Eichborn Verlag aufgelegt wird. Abgerundet wird die Veranstaltung um 23 Uhr mit dem Filmemacher Rainer Simon, der ecuadorianische Mythen präsentiert. Die Nacht wird abgerundet durch Live-Jazz in den Pausen und ein reichhaltiges kulinarisches Angebot. Der Literaturnacht Verein wurde von Potsdamer Studierenden der Romanistik und anderer Fachbereiche der Philosophischen Fakultät gegründet.

 

Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ), 12.07.2002

STUDENTEN ORGANISIEREN LITERATURNACHT
Geistvolles Freilichtspektakel

ILDIKO RÖD

Fast so etwas wie Vaterstolz liegt in Daniel Wehrys Blick, wenn er vom jüngsten Spross der Potsdamer Literaturszene berichtet: Die heute abend erstmals stattfindende Literaturnacht ist ein Cocktail aus Lesungen, Autorengesprächen, Live-Jazz und gutem Essen (u.a. spanischen Tapas!). All das in der wunderschönen Kulisse des Innenhofes im Neuen Palais und bei freiem Eintritt.

Lesen, so heißt es, ist "Abenteuer im Kopf" - bisweilen jedoch ein recht einsames. Der Traum des Romanistikstudenten Daniel Wehry war es immer gewesen, diese Kopfabenteuer mit anderen Lesern zu teilen, auch außerhalb des akademischen Elfenbeinturms: "Literatur als Gemeinschaftserlebnis an einem besonderen Ort" war seine Idee, die vor mittlerweile sechs Monaten geboren wurde. "Positiv überrascht" sei er gewesen, wieviele Gleichgesinnte sich fanden, die für das Projekt einen Gutteil ihrer Freizeit zu opfern bereit waren. Sechzehn Mitglieder zählt der Verein "Literaturnacht e.V." mittlerweile, der im Mai gegründet wurde. In der überwiegenden Zahl sind es Studenten der Romanistik, so dass die Konzentration auf die italienische und spanischsprachige Literatur naheliegend war. Das Ziel in der Programmgestaltung: Allgemein verständlich für das breite Publikum zu bleiben, und doch dem echten Literaturkenner noch Neues zu bieten.

So ist der Dichter und große Weltbürger Max Aub hierzulande noch immer ein Geheimtipp. Geboren als Sohn jüdischer Eltern mit französischer und deutscher Muttersprache, wuchs Aub in Spanien auf und schrieb in spanischer Sprache. Nachdem er vor dem Franco-Regime nach Mexiko geflohen war, verfasste er mit dem Romanzyklus "Das Labyrinth" seine große Abrechnung mit dem spanischen Bürgerkrieg. 1972 starb Aub, doch seine Bücher wurden erst zwanzig Jahre später ins Deutsche übertragen. Sein Übersetzer Albrecht Buschmann ist Dozent an der Universität Potsdam und wird bei der Literaturnacht aus Aubs Werk vortragen.

Ähnlich wie Aub sind auch die drei anderen Autoren, die heute Abend lesen werden, Grenzgänger: Rafael Angel Herra ist es schon von Berufs wegen - der Literat ist der Botschafter Costa Ricas in Deutschland. Franco Sepe wird mit seinen "Berliner Elegien" die Deutschland-Erfahrungen eines Italieners reflektieren. Der Potsdamer Regisseur Rainer Simon schließlich entführt in gänzlich fremde Literaturwelten: In Ecuador hat Simon indianische Mythen aufgezeichnet, die von der Weltentstehung handeln oder von der "Liebe der Vulkane". Wunderschöne Legenden, die bei der Literaturnacht in der Indiosprache Quechua vorgetragen werden. Sicher ein interessantes Hörerlebnis, doch was "Der Schamane und die Frau in der Lagune" so trieben, wird sicher in der nachgereichten deutschen Übersetzung verständlicher werden. Muttersprachlicher Vortrag und Übersetzung ergänzen sich auch bei den anderen Lesungen.

Daniel Wehry hat bereits in Münster und Barcelona studiert, doch von der kulturellen Offenheit Potsdams ist er begeistert: Die Unterstützung für die Literaturnacht durch verschiedene Sponsoren sei beträchtlich gewesen. Für die Zukunft ist bereits eine Kooperation mit anderen literarischen Einrichtungen geplant, und so wird das kulturelle Baby "Literaturnacht" sicher wachsen und gedeihen.

1. Literaturnacht der Universität Am Neuen Palais, ab 18 Uhr im Innenhof des Hauses 8, bei schlechtem Wetter wird die Veranstaltung in einen Saal verlegt.

 

Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ), 15.07.2002

LITERATURNACHT FEIERT SCHÖNE PREMIERE
Magische Lesewelten

Am Ende gab Albrecht Buschmann den Blumenstrauß, den ihm die Organisatoren für seine Lesung aus Max Aubs Werken überreichen wollten, umgehend wieder zurück: Der Dank, so meinte er, gebühre eigentlich den Studenten, die diese wunderbare "Literaturnacht" im Innenhof des Neuen Palais ermöglicht haben.

Sechs Monate hatten die Vorbereitungen gedauert, waren Kontakte zu Autoren und Sponsoren geknüpft worden, doch am Freitagabend war schnell klar, dass sich die Mühe gelohnt hatte: Über zweihundert Menschen waren bereits zum Auftakt gekommen, als Ines Theilen und Fabian Börchers für ihr synchron vorgetragenes Gedicht "Ithaka" den ersten Preis des vom Literaturmagazin "Schreib" initiierten Wettbewerbs überreicht bekamen.

Nicht nur die Stuhlreihen vor dem Lesepodium waren gut besetzt; sogar auf der Rasenfläche saßen die Zuhörer in Grüppchen zusammen, Studenten ebenso wie Familien mit Kindern. Irgendwann, als es dunkel wurde, flackerten viele kleine Windlichter auf. Es war ein wenig schwül, eine Jazzband spielte in den Pausen, und für einen Redner hatte die Atmosphäre sogar etwas Tropisches. Das fügte sich gut mit der Lesung Rafael Angel Herras: Der Autor und Diplomat stammt aus Costa Rica, und seine Geschichte von der halb blinden Großmutter, die ihr Leben lang Hähne gerupft hat, schließlich auch den Todesengel für einen Hahn hält und ihm bei der Fahrt gen Himmel etliche Flügelfedern ausreißt, war vom "magischen Realismus" der südamerikanischen Literatur gefärbt.

Trotz seines Titels weniger magisch denn ironisch war der Ausschnitt aus dem Romanzyklus "Das magische Labyrinth "des jüdischen, spanischsprachigen Autors Max Aub, in dem die Kampfausbildung des "Bataillons der Friseure" im spanischen Bürgerkrieg geschildert wird.

Von ganz besonderem Zauber war die italienische Lesung Franco Sepes mit dem kräftigen Sprachfluss seiner Elegien: "Verse, die am Bügel hängen (...) irgendjemand wird sie tragen, um sie zu zeigen, sie erklingen zu lassen."

Ein Hörerlebnis von ganz anderer, exotischer Art: Die vom Regisseur Rainer Simon vorgestellten Indio-Mythen, die teilweise von einer ecuadorianischen Studentin im Original, in Quechua, vorgetragen wurden. Als die letzten Fragen der Zuhörer zu den Traumwelten der Indios beantwortet waren, ging es schon auf Mitternacht zu. Endlich fiel die Anspannung von den Veranstaltern, denen das Debüt der "Literaturnacht" glänzend gelungen war, sowohl hinter den Kulissen mit der Organisation der Gastronomie als auch mit den Diskussionsleitungen nach den Lesungen. Auf eine Neuauflage im nächsten Jahr kann man sich jetzt schon freuen.

 

Potsdamer Neueste Nachrichten, 15.07.2002

Der PNN-Kulturkommentator verfaßte folgende Zeilen

 

PotZdam.de, 01.08.2002

Der Beitrag des monatlich online erscheinenden Kulturmagazins ist zu finden unter www.potzdam.de - Urlaubsgrüße V