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LATINALE 2007 in Potsdam 03.11.2007

Zum zweiten Mal stellt die Latinale junge AutorInnen vor, die auf lateinamerikanischen Poesiefestivals ihr Publikum begeistern, hierzulande aber erst noch zu entdecken sind. Stationen der poetischen Tournee neben Berlin sind Potsdam, Leipzig, Köln und Hamburg, wo Verse, mal queer performiert, mal klassisch gesetzt, von der Peripherie des Río de la Plata, von den luftigen Höhen der Anden oder den pulsierenden Metropolen Brasiliens berichten.

Scherben Poesie und Zwittertöne
A. Caballero, J. Freudenthal, M. Ildefonso, D. Ríos
Performances: L. Barrubia und H. Hernández

Schmutziger Realismus oder neobarocker Schlamm? Popcorn-Elegien oder Zwiegespräche mit Arguedas? Die neue junge Dichtung aus Argentinien, Bolivien, Chile, Peru und Uruguay inspiziert Zwischen- und Zwitterorte der lateinamerikanischen Topographie, der Geschlechterordnung, der literarischen Generationalität: queer performiert, klassisch gesetzt, im Alltag klingend zermalmt, tönen Verse von den kurvigen Straßen der Anden, von der Peripherie des Río de la Plata, aus den luftigen Höhen von La Paz. Scherben Poesie zum Zusammensetzen, am 3. November in Potsdam.

 

Autorinnen und Autoren

Carlito Azevedo
Lalo Barrubia (Uruguay): Performances, 
Amaranta Caballero Prado (Mexiko), 
Andrea Cote Botero
(Kolumbien), 
Washington Cucurto
(Argentinien), 
Jessica Freudenthal
(Bolivien), 
Angélica Freitas (Brasilien), 
Paula Ilabaca (Chile), 
Miguel Ildefonso (Peru), 
Damián Ríos (Argentinien).

Latinale-Blog   |   Latinale-HP   |   LatinLog (mit Texten der Autoren)

Ankündigung des Instituto Cervantes

 

Termine

Berlin 27.10. Übersetzungsworkshop Freie Universität
Köln 30.10. Lesung Literaturhaus Köln
Berlin 1. und 2.11. Lesung und Performance Instituto Cervantes
Potsdam 3.11. Lesung KuZe - studentisches Kulturzentrum Potsdam, Hermann-Elflein-Straße 10, 14467 Potsdam
Leipzig 5.11. Lesung Haus des Buches
Leipzig 6.11. Schreibwerkstatt Deutsche Literaturinstitut
Berlin 6.11. Podiumsdiskussion Iberoamerikanisches Institut
Hamburg 7.11. Lesung und Performance Kulturhaus 73

Eintritt  |  3,- Euro

 

Autorinnen und Autoren

Carlito Azevedo

Der studierte Literaturwissenschaftler ist seit Beginn der 1990er Jahre als Lyriker, Übersetzer und Verleger sehr aktiv. Er hat die Gedichtbände Collapsus Linguae (Lynx, 1991, ausgezeichnet mit dem Premio Jabuti), As banhistas (Imago, 1993), Sob a noite física (7Letras, 1996), Versos de circûnstancia (Moby Dick, 2001) und Sublunar (7Letras, 2001) veröffentlicht. Carlito Azevedo ist Herausgeber der Zeitschriften Inmigo Rumor, außerdem koordiniert er die Lyrikreihe As de Colete, in der jüngere brasilianische Dichtung veröffentlicht wird.

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Lalo Barrubia

Montevideo, Uruguay (1977)

Lalo Barrubia lebt zurzeit in Malmö, Schweden. Sie ist Lyrikerin, Journalistin und Performancekünstlerin.

Seit einigen Jahren arbeitet sie an der Verbreitung von Lyrik auf Wegen abseits der Tradition, so verknüpft sie Poesie mit Rockmusik. Sie veröffentlichte die Gedichtbände Suzuki 400 (1989) und Tabaco (1999) und hat zahlreiche Performances initiiert, sowohl einzeln als auch in Zusammenarbeit mit anderen Künstlern, so La puta madre (1991-1994) und Rap de la Pocha (1999-2001). Ihr erster Roman arena (2002) beschreibt eine desillusionierte Generation im Montevideo der Wirtschaftskrise.

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Andrea Cote Botero

Barrancabermeja, Kolumbien (1981)

Die Dozentin der Universidad de los Andes in Bogotá hat selbst schon ein Poesiefestival organisiert; von 2001 bis 2003 war sie verantwortlich für das „Festival Internacional de Poesía de Medellín". Ihr Gedichtband Puerto Calcinado, den sie 2002 publizierte, wurde mit dem internationalen „Puentes de Struga-UNESCO-Preis" ausgezeichnet. 2004 folgte Blanca Varela y la escritura de la soledad und 2005 Una fotógrafa al desnudo-Biografía de Tina Modotti. Andrea Cote Botero wurde u.a. ins Englische, Französische und Italinische sowie ins Deutsche übersetzt.

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Jessica Freudenthal

Madrid, Spanien (1978)

Die in Madrid geborene Dichterin lebt in La Paz, Bolivien. 1998 veröffentlichte sie den Gedichtband Azul und 2003 gelang ihr mit Hardware ein vielbeachtetes Werk („Concurso Nacional de Poesía Yolandra Bedregal" 2003).Gedichte von ihr finden sich auch in Anthologien, so in La nueva poesía hispanoamericana: momentos y the best poets and poetry (2003). 2003 nahm sie auch am „XI Encuentro de Mujeres Poetas" in Oaxaca teil. Sie

ist Herausgeberin der Literaturzeitschrift El Mostro und unterrichtet Kreatives Schreiben in Mexiko. 2006 war sie Teilnehmerin des lateinamerikanischen Poesiefestivals „Salida al Mar" in Buenos Aires.

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Miguel Ildefonso

Lima, Perú (1970)

Der Chefredakteur der virtuellen Zeitschrift El Malhechor Exhausto studierte Literatur an der Universidad Católica del Perú und absolvierte einen Master in Creative Writing an der Universität von El Paso, Texas. 1999 publizierte er mit Vestigos seinen ersten Gedichtband, es folgten Canciones de un bar en la frontera (2001), Las ciudades fantasmas (2002), m.d.i.h. (2004), Heautontimoroumenos (2005) und Los Desmoronamientos Sinfónicos (2006). Sein 2005 veröffentlichtes Buch El Paso gewann den „Premio Nacional de Cuento de la Asociación Peruano-Japonés". Im gleichen Jahr brachte er 21Poetas heraus, eine Anthologie peruanischer Lyrik.

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Damián Ríos

Concepción del Uruguay, Argentinien (1969)

Der Dichter lebt seit 1991 in Buenos Aires und gilt als einer der Hauptvertreter des „Realismo sucio", eines „schmutzigen Realismus", der Mitte der 90er Jahre in der Lyrikszene Argentiniens unter dem Eindruck der Krisen in Wirtschaft und Politik entstanden ist. Er veröffentlichte die Gedichtbände La pasión del novelista (1998), De costado (1999), Poemas perros (2001), Habrá que poner la luz (2003) und El perro del poema (2004). Polvo (2004) ist eine Anthologie einiger seiner Gedichte auf CD-ROM. Ríos trägt seine Gedichte in immer neuen Varianten vor und löst sich so von der auf dem Papier fixierten Version.

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